--- Die Schwinge ---

Die Grafenschaft zu Waldensee im schönen Drasnien Land
War einst zu König Radecks Zeit im ganzen Land bekannt
Der Graf, von Eigennutz geprägt, des Geizes Vater war
Er knechtete das arme Volk, das keinen Ausweg sah.

Doch eines Tages man erzählt von einem kühnen Held
Der raubt dem Grafen unentwegt sein aller liebstes Geld
Galant und wie ein Fuchs so schlau fing er des Grafen Meute
Und schenkte dann dem armen Volk die frisch gemachte Beute

Ref.:
Die Vogelmaske im Gesicht, empor gestreckt die Klinge
Auf einem weißen Rosse ritt des Volkes Held "Die Schwinge"

Er kannte nur den Edelmut und weder Angst noch Schmerz
Und so mache schöne Frau verlor an ihn ihr Herz
Den Adel lehrte er Respekt und zollte Hochmut Spott
Der Graf die Schwinge tot wollt sehn und zwar auf dem Schafott.

Doch weder Kopfgeldjäger noch des Grafen treue Garde
Fing dereinst den mut'gen Held, so singt Euch heut ein Barde
Von Kühnheit und von Tapferkeit, von Edelmut und Kraft
Und was ein einz'ger Held im Lande Drasnien hat geschafft.

Ref.:

Mit List entkam die Schwinge stets, doch fehlt's ihm nicht an Mut
Und eines schönen Tages dann dem Grafen stockt das Blut
Ein Mann steht dort und fordert ihn, die Maske im Gesicht
Der Graf schreit nach der Wache, doch die antwortet ihm nicht.

"Du suchst mich ? Nun hier bin ich wohl !", die Schwinge höhnt den Grafen
"Und wenn Du Deine Wachen sucht, die liegen all und schlafen
Der Graf zieht blank, der Kampf tobt wild, und endet ziemlich schnell
Denn niemand jemals hat besiegt die Schwinge im Duell.

Ref.: