--- Sie ---
Lang und seidig schimmernd weht ihr Haar sanft im Wind weiß wie Schnee
eine feiner Schleier der sie sanft umhüllt.
Wartend steht wie jeden Tag sie dort ganz allein an der See
ihr dunkler Blick von Traurigkeit erfüllt.
Ich wollt' ich könnt' ihr nahe sein
mit Windes Atem sie sanft umweh'n
ich flüsterte ihr meinen Namen ein
und hoffte sie würde mich versteh'n
Und sie achtet nicht die Gischt, die netzt ihr Gesicht und ihr Kleid
sie streift die Schuhe ab und legt sie fort.
Sie setzt sich nieder in den Sand ihr Gesicht in der Hand
so saß sie wohl schon manche Stunde dort.
Ich möchte in ihren Träumen sein
ich könnte durch ihre Gedanken geh'n
ich wünschte sie wäre wieder mein
doch weiß ich wohl sie kann mich nicht seh'n.
Irgendwann geht sie dann wieder fort wenn der Nachtvorhang fällt
und ich seh' ihr noch eine Weile nach.
Damals war ihr Haar noch golden - so wie ein Ährenfeld
bis an den Tag an dem mein Schiff zerbrach.
Ich weiß, ich kann nicht zu ihr geh'n
ich bin ein Schatten, nur ein Schein
doch darf ich sie von Ferne seh'n
die schöne Dame, die einst war mein.